27.9.2016

Krankenkassenprämien - so nicht!

Die Erhöhung der Krankenkassenprämien stösst bei der Jungen CVP Nidwalden auf heftige Kritik. Wie bei der Altersvorsorge sind auch hier wieder die Jugendlichen am stärksten betroffen. Hier sieht die Jungpartei Handlungsbedarf.

Der Bundesrat hat am Montag bekanntgegeben, um wie viel die Krankenkassenprämien im Jahr 2017 steigen. Durchschnittlich 4,5% mehr müssen Herr und Frau Schweizer im nächsten Jahr bezahlen. Bundesrat Alain Berset rechnet auch nicht damit, dass sich diese Lage bald ändert. Die Gründe dafür sind klar; die Bevölkerung in unserem Land wird immer älter und der medizinische Fortschritt wird besser, aber auch teurer.

Im Kanton Nidwalden steigen die Prämien im Schnitt um 4%. Die Steigerung bei den Kindern und Jugendlichen beträgt gar 5%.  Für die Junge CVP Nidwalden löst diese Erhöhung Kopfschütteln aus. «Uns ist es bewusst, dass es genügend Gründe für eine Anpassung der Krankenkassenprämie gibt, doch eine solch hohe Steigerung ist für die junge Generation ein Schlag ins Gesicht», sagt Präsident Mario Röthlisberger.
Der Bund muss nun handeln, um weitere Erhöhungen zu verhindern und die Kosten in den Griff zu bekommen. Aber auch auf Kantonsebene sieht die Junge CVP Handlungsbedarf. Eine Möglichkeit wäre, dass man die günstigste Prämie für die Grundversicherung bei den Steuern abziehen könnte, wie dies bereits in anderen Kantonen diskutiert wird. Ein anderer Weg aus Sicht der Jungpartei wäre, dass gerade Jugendliche einfacher an eine Prämienverbilligung kommen.

Allerdings ist die Junge CVP auch der Ansicht, dass vermehrt an die Eigenverantwortung appelliert werden muss: Das Spital oder der Arzt sollte nur bei Notfällen aufgesucht werden, um so die Kosten zu verringern.
Die Junge CVP Nidwalden wird dieses Thema demnächst diskutieren und über das weitere Vorgehen befinden. Dazu meint Mario Röthlisberger: «Wir schauen nun, ob und wie die Nidwaldner Regierung auf diese Anpassung reagiert, ansonsten überlegen wir uns sicherlich, politisch aktiv zu werden.»

Für Rückfragen:

Mario Röthlisberger
Präsident
+41 79 692 29 00
mario.roethlisberger@jcvp-nw.ch

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